
Modul 1
Anatomie des Pferdes &
biomechanische Grundlagen
Dieses Modul führt Schritt für Schritt in jene Strukturen ein, die das Fundament jeder sattelkundlichen Arbeit bilden. Die biologischen Abläufe des Bewegungsapparates, seine Belastungsgrenzen und seine natürlichen Kompensationsmechanismen werden nachvollziehbar dargestellt. Die genaue Betrachtung der Sattellage eröffnet ein Gespür dafür, wie fein Veränderungen wirken können und wie wichtig ein geschulter Blick für die Beurteilung ist.
Anatomie
Der anatomische Teil widmet sich jenen Strukturen, die für das Tragen des Reiters maßgeblich sind: Knochen, Gelenke, die Wirbelsäule mit ihrer Tragfähigkeit sowie die Muskulatur und jene Bereiche, die durch den Sattel besonders beansprucht werden.
Die Palpation des Pferdes und der Sattellage bildet einen wesentlichen Bestandteil, da erst durch das bewusste Ertasten von Form, Spannung und Symmetrie ein umfassendes Bild entsteht. Ergänzend dazu werden die Exterieurbeurteilung sowie Hufstellungen und deren mögliche Fehlstellungen betrachtet – jeweils mit Blick darauf, welche Auswirkungen sie für das Pferd und für die Arbeit des Sattelfitters haben können.
Gangbildanalysen runden dieses Kapitel ab. Dabei fließen auch Besonderheiten verschiedener Rassen ein, sodass ein differenziertes Verständnis für individuelle Bewegungsmuster entsteht.
Biomechanik
Im biomechanischen Abschnitt geht es um das feine Zusammenspiel jener Strukturen, die das Pferd in seiner Tragkraft und Bewegung prägen. Die Wirbelsäule und ihre funktionellen Besonderheiten sowie der komplexe Rumpftrageapparat stehen dabei im Mittelpunkt.
AbschlieĂźend richtet sich der Blick auf die natĂĽrliche Schiefe des Pferdes. Sie wird nicht als Fehler betrachtet, sondern als ein wesentlicher Faktor, der jede Form der Sattelanpassung beeinflusst und ein sensibles, gut geschultes Auge erfordert.
Krankheiten des Bewegungsapparates / Sattellage
Sobald ein solides Basiswissen vorhanden ist, werden jene Krankheitsbilder (z.B. Trageschwäsche, Kissing Spines, …) thematisiert, die für das Verständnis der Sattellage und ihrer Belastungszonen bedeutsam sind. Dieser Teil zeigt auf, wie unterschiedlich sich Einschränkungen äußern können und welche Rolle der Sattel dabei spielt.
Durch diese Inhalte entsteht ein umfassendes Verständnis dafür, wie sensibel der Bewegungsapparat des Pferdes reagiert – und wie wichtig eine durchdachte, fein abgestimmte Sattelanpassung ist.
aBLAUF & Dauer
Zweitägiges Seminar (SA/SO) mit Theorie- und Praxisanteil
Start: 10 Uhr, Ende ca. 17 Uhr

